Über das Projekt

Alles was du über unser Projekt wissen solltest

Love and Respect - Preventing teen dating violence II

Dieses Projekt hat die Prävention von Gewalt in intimen Jugendbeziehungen zum Ziel. Es ist ein internationales Projekt mit sieben beteiligten Organisationen aus sieben Ländern - Armenien, Georgien, Italien, Kroatien, Spanien, Tschechische Republik und Österreich.

In diesem Projekt wird eine europäische Kooperation zur Prävention von Gewalt in Jugendbeziehungen etabliert, die spezifischen Ziele des Projekts können wie folgt beschrieben werden:

  • Die Gewalt in Jugendbeziehungen zu thematisieren und für eine bessere und systematische Prävention auf nationaler und europäischer Ebene einzutreten
  • Innovative Präventionsmaterialien zu entwickeln (App mit Quiz)
  • Bewusstsein für das Ausmaß von Gewalt in Jugendbeziehungen zu schaffen und gesunde Beziehungen unter Jugendlichen zu thematisieren
  • Eine Plattform zu entwickeln, auf welcher Erfahrungen ausgetauscht werden können und Best Practice Beispiele geteilt werden können
  • Jugendarbeiter_innen, Lehrer_innen, Erzieher_innen u.ä. dabei zu unterstützen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in effektiver Präventionsarbeit zu erweitern.
Zielgruppen:
  • Pädagog_innen die ihre Fähigkeiten und ihr Wissen bezüglich Gewalt in Jugendbeziehungen erweitern möchten
  • Jugendliche die entweder von „Gewalt in intimen Paarbeziehungen“ betroffen sind, oder ihr Wissen zu dieser Thematik erweitern möchten
  • Interessensvertreter_innen und politische Entscheidungsträger_innen
  • Indirekt die gesamte Gesellschaft, da jeder von einer gewaltfreien Gesellschaft profitiert!

Aktivitäten des Projekts:

1. Die Studie

Für diese Aktivität haben wir eine quantitative Datenerhebung durchgeführt, um die Häufigkeit von Gewalt in Jugendbeziehungen in den einzelnen Partnerländern abbilden zu können. Aber auch um das Bewusstsein der Jugendlichen abzufragen und herauszufinden, ob sie wissen wo sie Hilfe bekommen.

Die Datenerhebung wurde bei einem Sample von 1000 Personen pro Land mithilfe einer online Befragung durchgeführt. Die Zusammensetzung der befragten Personen entspricht einer repräsentativen Stichprobe, weshalb die Ergebnisse der Untersuchung für Diskussionen und Argumentationen bei Lobbyaktivitäten genutzt werden können. Die nationalen Erhebungen folgen der Vergleichsstudie. Wir nutzen die Ergebnisse dieser Untersuchung um unsere Zielgruppe bei anderen Aktivitäten effektiv ansprechen zu können (Facebook Gruppe, Onlineplattform, Interaktives Quiz).

2. Die Facebook Gruppe und Instagram

Wir haben eine Facebook Gruppe in jedem Land erstellt, in welcher die Sozialarbeiter_innen/ Jugendarbeiter_innen über das Thema Gewalt in Jugendbeziehungen diskutieren können. Bei einem Training im März 2018 haben wir uns bezüglich Social Media und die Kommunikation mit Jugendlichen in Krisensituationen weitergebildet. Geleitet wurden das Training und die Diskussion von Angestellten und Praktikant_innen der Partnerorganisationen, welche mit der Zielgruppe arbeiten und Wissen zu dem Thema bereitstellen konnten.

Unterschiedliche Materialien, Videos oder Webseiten die sich mit dem Thema Gewalt in Jugendbeziehungen auseinander setzen werden über Social Media verbreitet. Diskussionen zum Thema gesunde Beziehungen und Gewalt in Jugendbeziehungen sollen angestoßen werden. Die Projektmitarbeiter_innen lesen und kommentieren die Beiträge der Nutzer_innen regelmäßig.

Außerdem haben die einzelnen Partnerorganisationen flexibel darauf reagiert, dass es andere Social Media Kanäle gibt, die für Jugendliche wichtiger sind als Facebook. Deshalb wurden in einigen Ländern Instagram Profile erstellt, da dieses Medium für Jugendliche eine sehr große Relevanz hat. Die Posts auf Instagram haben mehrere Ziele, zum Beispiel informieren sie über Gewalt in Jugendbeziehungen, über gesunde Beziehungen, über unsere Facebookgruppe, die Onlineplattform oder andere Aktivitäten des Projekts. Außerdem sollen sie die Follower dazu animieren, in die Diskussion einzusteigen und ihre eigenen Fragen und Erfahrungen zu teilen.

3. Die Onlineplattform

Die Onlineplattform stellt die dritte Aktivität unseres Projekts dar, wobei diese in zwei Bereiche geteilt sein wird. Einer für interessiertes Fachpersonal und einer für die Jugendlichen. Für das Fachpersonal wird es eine Zusammenfassung der gesetzlichen Regelung für das jeweilige Land geben. Diese sollen die Möglichkeit bieten, die relevanten Gesetzesbestimmungen des eigenen Landes zu verstehen und auch mit den gesetzlichen Regelungen der anderen Länder zu vergleichen. Außerdem wird es einen Überblick über die europäischen Gesetzesbestimmungen geben, Artikel zum Thema Gewalt in Jugendbeziehungen sowie Tipps, Methoden und Informationen zur Etablierung von diesem Thema im Unterricht oder in informellen Lernsettings. Jungendliche finden in unserer Onlineplattform Artikel die erklären was Gewalt in Jugendbeziehungen ist und was man unter einer gesunden Beziehung versteht. Für Jugendliche, die von Gewalt in einer Beziehung betroffen sind, gibt es eine Liste mit regionalen Anlaufstellen. Außerdem gibt es 15 Fragen und Antworten die häufige Unklarheiten und Fragen behandeln und als erste Hilfestellung angeboten werden.

4. Das interaktive Quiz für Jugendliche

Die letzte Aktivität in diesem Projekt ist die Erstellung von vier interaktiven Quiz für Jugendliche, mit den Themen „Selbstliebe, Sexualität, Digitale Gewalt und gesunde Beziehung“. Die Erstellung der Quiz wurde durch Psycholog_innen, Sozialarbeiter_innen und Erziehungs- und Bildunsgwissenschaftler_innen kommentiert und somit wurde sichergestellt, dass unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen in die Erstellung mit einbezogen wurden. Die Inhalte basieren auf den Ergebnissen unserer Untersuchung, mit Hauptaugenmerk auf die besonders spannenden Ergebnisse. Das Ziel der Quiz besteht darin, eine interessante und unterhaltsame Methode zu entwickeln, mit welcher die Jugendlichen selbst ihre Beziehungen testen können, ihr Wissen zu der Thematik erweitern können und das Bewusstsein von unterschiedlichen Gewaltformen gestärkt wird. Die Quiz werden in acht Sprachen erstellt (die Sprachen der Partnerländer sowie Englisch).